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Forschungsbereich Grundbau, Boden- und Felsmechanik

Projektdetails

Tragschichtvergütung im Bahnbau


Das von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft unterstütze Projekt Maschinelle Tragschichtvergütung im Bahnbau wurde im Zeitraum von 2012 bis 2017 im Rahmen einer Kooperation zwischen der Swietelsky Baugesellschaft m.b.H. und dem Institut für Geotechnik, Forschungsbereich für Grundbau, Boden- und Felsmechanik, der TU Wien durchgeführt.

Forschungsziele waren die Entwicklung eines leistungsfähigen, gleisgebundenen Verfahrens zur Sanierung von Bestandsbaustellen durch Einbau einer vergüteten Planumsschutzschicht zwischen ungebundener unterer Tragschicht und Gleisschotter, die Verbesserung des Unterbaus bzw. Untergrunds mittels Bodenstabilisierung sowie die Optimierung des bestehenden Verdichtungsverfahrens.

Im ersten Teil der Untersuchungen ab 2012 wurden die Grundlagen für die Vergütung von Tragschichtmaterial erarbeitet sowie die Entwicklung geeigneter Laborversuchstechniken vorangetrieben. Im Rahmen einer im Herbst 2013 in Margarethen am Moos (NÖ) von der Fa. Swietelsky konventionell hergestellten Probebaustelle wurden in mehreren Versuchsabschnitten einerseits Varianten der Tragschichtvergütung in Form einer bitumenstabilisierten Planumsschutzschicht sowie andererseits Varianten der Stabilisierung des Untergrundes mit unterschiedlichen Bindemitteln erfolgreich getestet. Auf Basis der begleitenden und bis 2015 folgenden Detailuntersuchungen im Labor und im Feld wurden Empfehlungen als Grundlage für die Entwicklung einer gleisgebundenen Sanierungsmaschine erarbeitet.

Der zweite Teil der Untersuchungen ab 2016 richtete seinen Fokus auf die bestehende Maschinentechnik der gleisgebundenen Unterbausanierung und deren Weiterentwicklung. Im Zuge von laufenden gleisgebundenen Baustellen zur Instandsetzung/Ertüchtigung des Unterbaus mit einer AHM-800R wurde der Herstellungsprozess einer ungebundenen Tragschicht analysiert. Im Zuge dessen erfolgten Detailuntersuchungen zum gegenwärtigen Stand der Verdichtungstechnik bei gleisgebundenen Maschinen (als wesentlicher Prozess für die qualitativ hochwertige Herstellung und Dauerhaftigkeit, sowohl bei der Tragschichtvergütung als auch bei der Bodenstabilisierung) sowie an den eingesetzten Tragschichtmaterialien (als wesentliche Materialkomponente Tragschichtvergütung).

Kontakt:

Ing. Andreas Hausenberger

Dipl.-Ing. Dr.techn. Johannes Pistrol

 

 


11.06.2016