Deutsch
Englisch
Forschungsbereich Grundbau, Boden- und Felsmechanik

Projektdetails

Gleisgebundene Bodenstabilisierung

Entwicklung einer gleisgebundenen Unterbauherstellungstechnologie mittels Bodenstabilisierung für das untergeordnete Bestandsnetz


Im Rahmen einer Kooperation zwischen ÖBB und TU Wien, Institut für Geotechnik wurden von 2016-2017 die Grundlagen für die Entwicklung einer gleisgebundenen Unterbauherstellungstechnologie mittels Bodenstabilisierung im Baumischverfahren für das untergeordnete Bestandsnetz/Abstellgleise untersucht, mit dem Ziel eine möglichst vollständige Verwertung der vorhandenen Bestandsmaterialien (Altschotter, abgesiebter Schotterabrieb, Aushubmaterial aus Unterbau bzw. Untergrund) durch Stabilisierung mit Bindemitteln aus geotechnischer Sicht zu erreichen. Alternativ zu einer konventionellen Herstellung soll auf diese Weise eine Tragschicht mit einer Stärke von 40 cm (ein oder zweilagig) hergestellt werden.

Im Zuge des Projekts wurden repräsentative Bestandsmaterialien des Bahnkörpers und Böden auf ihre Eignung zur Stabilisierung mit verschiedenen Bindemitteln in geringen Mengen (bis 3M-%) geprüft. Dabei wurden im Labor umfangreiche Testserien mit Proctorversuchen, einaxialen Druckversuchen sowie CBR-Versuchen durchgeführt. Weiters wurden Versuchsbaustellen in Göpfritz an der Wild (NÖ, Oktober 2016) sowie in  Gramatneusiedl (NÖ, September 2017) mit einer adaptierten zweiwegefahrbare Reinigungsmaschine (ZRM) der Fa. Plasser & Theurer durchgeführt, um die bestehende Maschinentechnik zu testen und weiterzuentwicklen. Dabei wurde auf bindigem Untergrund mittels Stabilisierung ein zwei- bzw. einschichtiger Tragschichtaufbau hergestellt. Seitens der TU Wien erfolgten Voruntersuchungen und begleitende Analysen zur Optimierung des Arbeitsprozesses. Auf Basis der gesammelten Erkenntnisse und Untersuchungsergebnisse wurden Empfehlungen für die Verwendung von Materialien in Form von Querschnittsprofilen erstellt sowie Empfehlungen für die Optimierung der Gerätetechnik gegeben.

 

Kontakt:

 

Ing. Andreas Hausenberger

 

 


11.06.2018