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Forschungsbereich Grundbau, Boden- und Felsmechanik

Projektdetails

FDVK für Vibrationswalzen


Das Forschungsprojekt „FDVK für Vibrationswalzen“ (kurz Vibro-F) wird in Kooperation mit der Firma HAMM AG abgewickelt und verfolgt das Ziel, den alt eingesessenen HMV Messwert (Hamm Measurement Value) weiterzuentwickeln, bzw. einen neuen Messwert zur FDVK mit Vibrationswalzen ins Leben zu rufen.

Zahlreiche am Institut für Geotechnik der TU Wien durchgeführte Forschungsaktivitäten in Form von großmaßstäblichen, experimentellen Feldversuchen sowie numerischen Simulationen und Parameterstudien auf diesem Gebiet, liefern die Grundlage zur Entwicklung eines neuen FDVK Wertes. Der HMV Wert der Firma HAMM AG basiert auf dem bereits 1978 eingeführten Compactometer System (CMV-Wert) und stellt somit den ältesten am Markt befindlichen Verdichtungskennwert dar. Da dieser CMV als einziger aktueller FDVK-Wert auf einer Auswertung der Beschleunigungssignale im Frequenzbereich basiert, reagiert er sehr anfällig und sensibel auf Änderungen des Betriebszustandes, auf Variationen der Betriebs- bzw. Prozessparameter (Frequenz, Amplitude und Fahrgeschwindigkeit) sowie auf die Abstimmung der konstanten, konstruktiven Maschinenparameter (Massenverhältnisse von Rahmen und Bandage, Abstimmung und Verhältnis von statischer Achslast zu schwingender Masse, Geometrie der Bandage, etc.).

Aus diesem Umstand ergibt sich ein großes Optimierungspotential. Ziel ist es also, einen stabilen, modernen FDVK-Wert zu entwickeln, der die Schwächen des derzeitigen HMV kompensiert und nach Möglichkeit vorwiegend oder bestenfalls ausschließlich von der Bodensteifigkeit abhängt. Es soll eine möglichst geräte- und prozessunabhängige Messgröße mit physikalisch verifizierbarem Hintergrund geschaffen werden.


Kontakt: 

Univ.Ass. Dipl.-Ing. Mario Hager


11.10.2016