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Forschungsbereich Grundbau, Boden- und Felsmechanik

Exkursionen

Exkursion Alte Post – 25.06.2019

Im Rahmen der Vorlesungen Grundbau und Bodenmechanik (Bachelorstudium) sowie Grundbau und Bodenmechanik 2 (Masterstudium) fand zum Abschluss des Semesters eine Exkursion zu einer beeindruckenden Baustelle in Wien statt. Auf Einladung der Firma Keller Grundbau besichtigte eine große Gruppe interessierter Studierender gemeinsam mit Prof. Adam den Umbau der „Alten Post“ im ersten Wiener Gemeindebezirk. Hier entstehen in den nächsten Jahren Wohneinheiten, ein Hotel sowie eine mehrstöckige Tiefgarage im Bereich des jetzigen Innenhofs, die einen tiefen Aushub, umfangreiche Unterfangungs- und Ankerungsarbeiten sowie Maßnahmen zur Grundwasserhaltung erfordern.

Zum Zeitpunkt der Exkursion wurden in den Innenhöfen mehrreihige verankerte DSV-Säulen hergestellt. Außerdem war eine Wasserhaltung zur Absenkung des vorhandenen Grundwassers in Betrieb.

Nach einer kurzen Einführung durch DI Michael Flor im Baubüro des denkmalgeschützten Gebäudes wurde die Baustelle mit verschiedensten geotechnisch spannenden Aspekten besichtigt. Die große Gruppe Studierender wurde in kleine Gruppen aufgeteilt und von DI Michael Flor, DI Andreas Kratochvill und Ing. Stefan Kirnbauer über die Baustelle begleitet, welche die Arbeitsschritte bei verschiedenen Stellen detailliert erläuterten und Fragen der Studierenden beantworteten.Die Herstellung von Ankern war in vollem Gange und wurde aus nächster Nähe besichtigt.

Außerdem wurden Brunnen gezeigt, die zur Grundwasserhaltung dienen und in Betrieb waren. Im Anschluss an die spannende Baustellenbesichtigung beantworteten DI Andreas Körbler, DI Michael Flor, DI Andreas Kratochvill und Ing. Stefan Kirnbauer die offenen Fragen der faszinierten Studierenden. Die Studierenden bekamen im Laufe des Tages einen sehr interessanten Einblick in die Umsetzung verschiedener Baumaßnahmen, vor allem im Zusammenhang mit den vielfältigen geotechnischen Aspekten.

Ein großes Dankeschön gilt der Firma Keller Grundbau, insbesondere dem Geschäftsführer DI Andreas Körbler – der es sich nicht nehmen ließ, an der Spitze des hochkarätigen Teams vor Ort selbst die Exkursion zu begleiten – für die Ermöglichung und Durchführung des Baustellenbesuchs.

 

Exkursion S36 Unzmarkt – 26.11.2018

Im Rahmen der Vorlesung Fels- und Tunnelbau besuchte eine Gruppe interessierter Studierender die Baustelle zum Ausbau der Murtal-Schnellstraße S36 - Baulos 05 in Unzmarkt. Dabei wurden eine bereits fertiggestellte Hangsicherung, sowie die im Bau befindliche Unterflurtrasse, besichtigt.

Herr DI Wolfgang Grafl begrüßte die Studierenden im Baubüro der ASFINAG und gab einen Überblick über das aus geologisch-geotechnischer, sowie politischer Sichtweise überaus komplexe Projekt. Darauf inhaltlich aufbauend, ging Herr DI Ditmar Kreysler detailliert auf die geologischen Verhältnisse und die Wahl der Trassenführung, sowie die erfolgten geotechnischen Untersuchungen ein. Herr DI Georg Aigner präsentierte die Herstellung der Unterflurtrassen in Deckelbauweise und einige Zahlen und Fakten zum Projekt.

Die Spezialtiefbaumaßnahmen im Zuge des Baulos 05 wurden von der Firma Keller Grundbau übernommen. Herr Binder präsentierte die Herstellung verrohrter SOB-Pfähle beim Bau der Unterflurtrasse, sowie die Anker-Herstellung für die Stützmaßnahme östlich der Unterflurtrasse. Nach den ausführlichen Präsentationen über die Eckdaten des Bauprojektes wurde die Baustelle besichtigt, so dass die Studierenden einen Einblick in die Komplexität eines Infrastrukturprojektes im dicht besiedelten Raum bekamen.

Im Anschluss gab es, zur Freude der Studierenden, einen Imbiss im Baubüro, bevor es wieder zurück nach Wien ging. Ein großes Dankeschön an Herrn DI Grafl, Herrn DI Eckhardt, Herrn DI Kreysler, Herrn DI Aigner, Herrn Binder und Herrn DI Hippacher für die spannende Baustellenbesichtigung.

Exkursion Semmering Basistunnel – 29.10.2018

Im Rahmen der Fels- und Tunnelbau Vorlesung besuchte eine Gruppe interessierter Studierender das Baulos SBT 2.1 – Zwischenangriff Fröschnitzgraben – der Baustelle des Semmering Basistunnels. Dabei wurden die Baustelleneinrichtung mit zwei Schachtbauwerken sowie die Kavernen untertage besichtigt.

Nach einer Präsentation der Eckdaten des beeindruckenden Bauprojektes und einer Sicherheitsunterweisung wurde die Gruppe der Studierenden in zwei kleinere Gruppen geteilt. Einem Teil zeigte Herr Dipl.-Ing. Schuller zunächst die Baustelleneinrichtung und den Infoturm obertage und erklärte alles detailliert, während der andere Teil mit Herrn Dipl.-Ing. Schwengerer über das Schachtbauwerk die 400m unter der Erdoberfläche errichteten Kavernen untertage betrat. Die Tunnelröhren werden von hier aus in Richtung Mürzzuschlag im Bagger- und Sprengvortrieb und in Richtung Gloggnitz im maschinellen Vortrieb mit zwei Tunnelbohrmaschinen hergestellt. Die eine Maschine befindet sich bereits im Gebirge, die Zweite wurde während der Exkursion gerade in den Kavernen zusammengebaut. So konnten die Studierenden die faszinierende Maschine von allen Seiten und aus unmittelbarer Nähe bestaunen, wie es nur sehr selten möglich ist. Im Anschluss wurden die Gruppen getauscht, sodass sich alle Studierenden einen Gesamteindruck von den vielfältigen Planungs- und Ausführungsprozessen verschaffen konnten.

Ein großes Dankeschön gilt Herrn Dipl.-Ing. Schuller und Herrn Dipl.-Ing. Schwengerer für die spannende Baustellenbesichtigung!

Exkursion Triiiple – 26.06.2018

Im Rahmen der Vorlesung Grundbau und Bodenmechanik (Bachelorstudium) fand zum Abschluss des Semesters eine Exkursion zu einer Baustelle in Wien statt.

Auf Einladung der Firma Keller Grundbau besichtigte eine große Gruppe interessierter Studierender die Baustelle Triiiple im dritten Wiener Gemeindebezirk. Hier entstehen in den nächsten Jahren drei Wohnhäuser mit jeweils über 100 Metern Höhe. Zum Zeitpunkt der Exkursion wurde die Baugrubenumschließung hergestellt und die Wasserhaltung vorbereitet.

Nach einer kurzen Einführung durch Dipl.-Ing. Michael Flor im Bau-Container, wurde die Baustelle mit verschiedensten geotechnisch spannenden Aspekten besichtigt.

Die große Gruppe Studierender wurde in zwei kleinere Gruppen aufgeteilt und von Dipl.-Ing. Michael Flor und Manuel Glanner über die Baustelle begleitet, welche die Arbeitsschritte bei verschiedenen Stellen detailliert erläuterten und Fragen der Studierenden beantworteten.

Die Herstellung von Ankern für die Baugrubensicherung aus Spundwänden und aufgelösten Bohrpfahlwänden mit DSV-Zwickeln war in vollem Gange, genauso wie die Anwendung des Düsenstrahlverfahrens zur Herstellung eines Kollektors. Außerdem wurden Brunnen gezeigt, die bereits hergestellt, aber noch nicht in Betrieb waren.

Die Studierenden bekamen im Laufe des Tages einen sehr interessanten Einblick in die Umsetzung verschiedener Baumaßnahmen, vor allem im Zusammenhang mit den vielfältigen geotechnischen Aspekten.

Ein großes Dankeschön gilt der Firma Keller Grundbau für die Ermöglichung und Durchführung des Baustellenbesuchs.

 

Exkursion Forschungsprojekt Unteres Hausfeld 20.11.2017

Im Rahmen der Vorlesung Fels- und Tunnelbau besuchten interessierte Studentinnen und Studenten die Baustelle des Forschungsprojektes Unteres Hausfeld in Wien. Nach Anreise mit der U-Bahn und kurzem Spaziergang zur Baustelle startete der Einblick in das laufende Forschungsprojekt im Baucontainer mit einem Vortrag von Dr. Stefan Blovsky. Auf zwei Prüffeldern neben einem Bahndamm der ÖBB werden die wesentlichen Bauverfahren des Spezialtiefbaues, wie Großbohrpfähle, Mikropfähle, Düsenstrahlverfahren und Verankerungen, hergestellt. Sie werden im Donauschotter und im darunterliegenden Miozän errichtet, mit Messtechnik ausgestattet und auf Druck bzw. Zug belastet. Es wurde ein Überblick über die verschiedenen Tiefgründungselemente, die hier getestet werden und die, für die Messungen notwendige, Sensorik gegeben. Anschließend ging es raus auf die Baustelle, wo eine Probebelastung im Gange war und genau beobachtet wurde. Alle Fragen der interessierten Studenten und Studentinnen wurden von Herrn Wagner beantwortet. Das Ziel dieses Projektes ist es, Referenzwerte des Wiener Untergrundes zu ermitteln, um einen ressourcenschonenderen Umgang mit Baumaterialien zu ermöglichen.

Exkursion Semmering Basistunnel 30.10.2017

Im Rahmen der Vorlesung Fels- und Tunnelbau besuchten interessierte Studentinnen und Studenten ein Baulos der Baustelle des Semmering Basistunnels, sowie die Deponie Longsgraben und die Infobox der ÖBB in Gloggnitz. Zuerst wurde die Baustelleneinrichtung des längsten Bauabschnittes (Baulos SBT 2.1 Zwischenangriff Fröschnitzgraben) mit 2 Schachtbauwerken besichtigt, sowie die Deponie Longsgraben und das verbindende Förderband. Bei der Begehung der Deponie wurden die bis zu 25 m hohen bewehrte Erde Konstruktionen und diverse Hangsicherungen bestaunt. Dabei wurde das komplexe Zusammenspiel zwischen den rechtlichen Grundlagen, den bauwirtschaftlichen Gesichtspunkten und den geotechnischen Aspekten anhand des Projekts beispielhaft erläutert. Anschließend wurde noch die spannende Ausstellung in der Infobox in Gloggnitz besucht, bevor es wieder zurück nach Wien ging.  

Exkursion A5 Nord-Autobahn (NÖ) und Boehringer-Ingelheim (Wien) 26.06.2017

Im Rahmen der Vorlesung Grundbau und Bodenmechanik (Bachelorstudium) fand zum Abschluss des Semesters eine Exkursion zu zwei aktuellen Bauprojekten in Niederösterreich und Wien statt. Den ersten Besuch statteten wir dem Projekt A5 Nord-Autobahn ab, einen neuen Autobahnabschnitt in Niederösterreich bis an die tschechische Grenze, der sich zwischen Schrick und Poysdorf derzeit im Bau befindet. Nach der Begrüßung durch Herrn Ing. Michael Hajdin (Örtliche Bauaufsicht) und den Geotechniker, Herrn Fritz Krejcarek (BGG), in der Infobox in Wilfersdorf wurde zuerst die Zementstabilisierung der Tragschichten besichtigt. Da der hier vorhandene Boden (vorrangig Löss und Lösslehm in den oberen Metern) mithilfe der Stabilisierung (vorrangig mittels Kalk-Zement und Zement) als Dammschüttmaterial und zum Teil auch als Tragschicht verwendet werden kann, können „Geländemodellierungen“  deutlich reduziert werden. Weiters wurde eines der Brückenbauwerke besichtigt, bei dessen Gründung es mehrmals zu Rutschungen zufolge hydraulischen Versagens kam. Die Lösungsstrategie mittels Abtrag und Stabilisierung der neu herzustellenden Widerlagerböschung sowie die Verstärkung des Widerlagers durch zusätzliche Pfähle und Pfahlkopfplatte wurden kurz erläutert. Danach fand ein kleiner Exkurs in den Straßenbau statt, der praktisch vollautomatisierte Betonfertiger war gerade in Betrieb und wurde genau inspiziert. Im Anschluss daran ging es zum zweiten Projekt nach Wien, genauer nach Hetzendorf zur Baustelle des neuen biopharmazeutischen Zentrums von Boehringer-Ingelheim, ein großes Pharmaunternehmen, das seine Niederlassung in Wien ausbaut. Hier wurde nach einer kurzen Einführung durch Dipl.-Ing. Marek Szabo (3P Geotechnik) im Bau-Container die Baustelle mit verschiedensten Tiefgründungselementen besichtigt. Das Besondere an diesem Projekt ist die Lage genau oberhalb des Lainzer Tunnels mit geringer Überdeckung und die damit verbundene räumlich Beschränkung der Tiefgründung. Mithilfe von vorgespannten Plattenbalken wird der Tunnel überspannt und so werden die Lasten neben dem Tunnelbauwerk in den Boden eingeleitet. Es wurde live sowohl das Bohren von Pfählen mittels Kelly-Bohrverfahren als auch das Betonieren eines Pfahls im Kontraktorverfahren verfolgt. Außerdem kommt die Deckelbauweise zur Anwendung, bei der der Aushub unter dem bereits hergestellten Deckel besichtigt wurde. Am Rand der Baugrube sind Brunnen sichtbar, die zur Grundwasserhaltung notwendig sind. Zum Abschluss wurde das Gerät für das Düsenstrahlverfahren gezeigt, mit welchem DSV-Körper in den Zwischenräumen der aufgelösten, verankerten Bohrpfahlwände hergestellt werden. Ebenso konnten bereits eingebaute vorgespannte Anker besichtigt werden. Die Studierenden bekamen im Laufe des Tages einen sehr interessanten Einblick in die Umsetzung verschiedener Baumaßnahmen, vor allem im Zusammenhang mit den vielfältigen geotechnischen Aspekten. (Fotonachweis: D. Adam und C. Appl)

 

Exkursion Semmering Basistunnel 14.11.2016

Im Rahmen der Vorlesung Fels- und Tunnelbau besuchten interessierte Studentinnen und Studenten 2 Baulose der Baustelle des Semmering Basistunnels. Dabei  wurde die Baustelleneinrichtung des längsten Bauabschnittes (Baulos SBT 2.1 Zwischenangriff Fröschnitzgraben) mit 2 Schachtbauwerken besichtigt, sowie die Deponie Longsgraben. Im Mittelpunkt der Begehung der Deponie standen die bis zu 25 m hohen bewehrte Erde Konstruktionen und diverse Hangsicherungen. Dabei wurde das komplexe Zusammenspiel zwischen den rechtlichen Grundlagen, den bauwirtschaftlichen Gesichtspunkten und den geotechnischen Aspekten anhand des Projekts beispielhaft erläutert. Anschließend wurden am Baulos SBT 3.1 Grautschenhof die derzeit laufenden Injektionsarbeiten und die Schachtbaustelle besichtigt.

Exkursionsbericht Koralmbahn, St. Kanzian, 21.06.2016

In gewohnter Manier fand zum Abschluss der Vorlesung Grundbau und Bodenmechanik (Bachelorstudium) eine Exkursion zu einem aktuellen interessanten Bauprojekt statt. Im Zuge des Baus der Koralmbahn von Graz nach Klagenfurt werden auf der Kärntner Seite bei St. Kanzian drei Tunnelbauwerke (Grüntunnel Peratschitzen, Tunnel Srejach, Tunnel Untersammelsdorf) mit geringer Überlagerung in äußerst schwierigen Untergrundverhältnissen (Seetone) errichtet. Auf Einladung der Firma Keller Grundbau besuchten interessierte Studierende (mehrheitlich weiblich!) am 21. Juni 2016 die Baustelle. Nach einer Begrüßung durch den Projektleiter der ÖBB und einer Einführung in der Infobox durch den Geschäftsführer der Firma Keller Grundbau sowie einem Vortrag über das Projekt bzw. die geotechnischen Herausforderungen erfolgte die Baustellenbesichtigung, bei der die Herstellung von Großbohrpfählen und die Anwendung des Düsenstrahlverfahrens verfolgt werden konnten. Sämtliche Arbeitsschritte wurden von Mitarbeitern der Firma Keller detailliert erläutert und die komplexe Baustelleneinrichtung, die insbesondere für das Düsenstrahlverfahren sehr aufwändig ist, besichtigt. Den Seeton konnten die Studierenden im wahrsten Sinn des Wortes „begreifen“ und so einen Eindruck von den Eigenschaften des äußerst schwierigen Baugrunds bekommen. Bereits auf der Hinfahrt (mit dem Mannschaftsbus von Admira Wacker) wies Professor Adam auf zahlreiche geotechnisch schwierige Abschnitte auf der Südosttangente und der Südautobahn hin und erzählte die eine oder andere Anekdote dazu aus seinem beruflichen Erfahrungsschatz. Ein großes Dankeschön gilt der Firma Keller Grundbau, mit Geschäftsführer DI Andreas Körbler an der Spitze des hochkarätigen Teams an Ort und Stelle, für die Ermöglichung und Durchführung des Baustellenbesuchs sowie für die Verpflegung, die ebenso wie die gesamte Exkursion „vom Feinsten“ war! 

Exkursion Semmering Basistunnel 16.11.2015

Im Rahmen der Vorlesung Fels- und Tunnelbau besuchten interessierte Studentinnen und Studenten die Baustelle des längsten Bauabschnittes (Zwischenangriff Fröschnitzgraben) des Semmering Basistunnels. Dabei  wurde die Baustelleneinrichtung zum Abteufen der Schächte besichtigt, sowie die Vorarbeiten zur Deponie Longsgraben. Im Mittelpunkt der Begehung standen die bis zu 25 m hohen bewehrte Erde Konstruktionen und diverse Hangsicherungen. Dabei wurde das komplexe Zusammenspiel zwischen den rechtlichen Grundlagen, den bauwirtschaftlichen Gesichtspunkten und den geotechnischen Aspekten anhand des Projekts beispielhaft erläutert.

Exkursion A23, Hochstraße Inzersdorf am 22.06.2015

Mit einer Gruppe interessierter Studierenden konnten im Rahmen der Exkursion die Bauarbeiten zur Sanierung bzw. Neuerrichtung der A23 Hochstraße Inzersdorf in Wien besichtigt werden. Nach einer ausführlichen Einführung über das Gesamtprojekt durch einen Vertreter des Bauherrn (ASFINAG) erklärte der geotechnische Planer die Herausforderungen, insbesondere die Setzungsproblematik zufolge der Dammschüttungen unter dem bestehenden Tragwerk in den verschiedenen Bauphasen. Anschließend wurde die Baustelle besichtigt. Im Fokus standen die Herstellung und die messtechnische Überwachung der Dammschüttung inkl. Bewehrte-Erde-Konstruktionen unter der bestehenden Hochstraße. Dabei wurde durch die örtliche Bauaufsicht speziell auf die geotechnischen Fragestellungen eigegangen. Ein weiteres Highlight war die Herstellung von Bohrpfählen unter der Hochstraße, wo mit speziell adaptierten Bohrpfahlgeräten unter beschränkten Höhenverhältnissen gearbeitet wird. Ausführung sowie geotechnische Fragestellungen und die daraus resultierenden Probleme wurden dabei durch Vertreter der ausführenden ARGE eingehend erklärt. Die Begleitung der Exkursion durch Vertreter des Bauherrn als auch durch Vertreter der ausführenden Firmen gab einen sehr interessanten Einblick in die Durchführung der Arbeiten und die Abwicklung des Bauvorhabens.

 

Exkursion Semmering Basistunnel, 28.10.2013

Im Rahmen der Vorlesung Fels- und Tunnelbau besuchten interessierte Studentinnen und Studenten das aktuelle Baugeschehen rund um den Simmering Basistunnel.

Hierbei wurden die Vorarbeiten zur Deponie Longsgraben und die Errichtung diverser Baustraßen vor Ort besichtigt. Im Mittelpunkt der Begehung standen die bis zu 25 m hohen Konstruktionen aus bewehrter Erde und zahlreiche Hangsicherungen. Weiters wurde den Studierenden das komplexe Zusammenspiel von rechtlichen Grundlagen, bauwirtschaftlichen Gesichtspunkten und geotechnischen Aspekten anhand diverser Beispiele erläutert.

Exkursion Rohrvortrieb Gudrunstraße, 12.11.2012

Interessierte StudentInnen der Vorlesung Fels- und Tunnelbau besichtigten am 12.11.2012 den Rohrvortrieb Gudrunstraße in Wien. Nach einer Einführung in das gegenständliche Projekt konnten die StudentInnen in den Pressenschacht absteigen, um in Kleingruppen die Vortriebsarbeiten direkt am Schild zu besichtigen. Sämtliche Spezialtiefbauarbeiten wurden dabei durch die ausführenden Firmen ausführlich erklärt.

Exkursion Koralmtunnel, 21.11.2011

Mit einer kleinen Gruppe interessierter Studierenden konnten im Rahmen der Exkursion beide Vortriebsröhren des Bauloses „KAT 1“ zur Errichtung der Koralmbahn besichtigt werden. Nach einer ausführlichen Einführung über das Gesamtprojekt durch einen Vertreter des Bauherrn (ÖBB) und durch den Leiter der örtlichen Bauaufsicht erfolgte die Ausgabe der Sicherheitsausrüstung und die Fahrt in die Vortriebsröhren.

In der Nordröhre konnte die Vortriebsmannschaft beim Einbringen der Systemankerung (SN-Mörtelanker) beobachtet werden. Weitere eingesetzte Voraussicherungs- und Stützmittel: Spieße, Tunnelbögen, Spritzbetonsicherung, Ortsbrustanker (siehe Bild 1).

Im Vortrieb der Südröhre konnte im Zuge der Exkursion eine offene Ortsbrust besichtigt werden (siehe Bild 2), was nicht nur der glückliche Zufall ermöglichte, sondern auch das disziplinierte (baustellenadäquate) Verhalten der ExkursionsteilnehmerInnen. Die engen Platzverhältnisse im Tunnelvortrieb an sich und beim Schuttern im Speziellen erforderten äußerste Umsicht der Exkursionsbegleiter und –besucher.

Einbringung der SN-Ankerung (Foto: Florian Ötzkoral)
Ortsbrust im standfesten Sand-/Tonstein (Foto: Florian Ötzkoral)

Exkursion nach Albanien – 24. bis 26. November 2010

Im November fand Dank Unterstützung der Firma Porr Technobau und Umwelt AG eine Exkursion des Forschungsbereiches Grundbau, Boden- und Felsmechanik des Institutes für Geotechnik zu aktuellen Bauprojekten in Albanien statt.

Der erste Baustellenbesuch führte uns in den Hafen von Durres. Die Firma Keller führt dort derzeit Bodenverbesserungen mittels Rüttelstopfverdichtung für neue Hafengebäude durch.

Nach der ersten Übernachtung in Shkodra ging es am Donnerstagmorgen zum eigentlichen Schwerpunkt der Exkursion: die Baustellen der Flusskraftwerke Ashta.

Der österreichische Baukonzern Porr wurde von der albanischen Verbund-Tochter Energji Ashta mit dem Bau der Kraftwerke am Fluss Drin im Nordwesten von Albanien beauftragt.

Für die gesamte Bauausführung ist die Porr Technobau und Umwelt AG verantwortlich. Der Baustart erfolgte im Jänner 2010 und 2012 soll das Kraftwerk in Betrieb genommen werden. Mit den Kraftwerken Ashta sollen künftig jährlich 100.000 albanische Haushalte mit Strom versorgt werden. Die Wasserkraftwerke Ashta bilden die letzte Kraftwerksstufe in einer Reihe von drei bestehenden Kraftwerken und nutzen die Fallhöhe zwischen dem vom Fluss Drin gespeisten Spathara-Stausee und der Mündungsstelle des Drin in den Buna. Das Kraftwerksprojekt Ashta besteht aus zwei Kraftwerken – Ashta 1 und Ashta 2.

Die Schwerpunkte des Baustellenbesuches lagen auf der einen Seite auf der Besichtigung der komplexen Baugrube des Kraftwerks Ashta I und auf der anderen Seite auf dem Erdbau für die beiden Kraftwerksprojekte inklusive dem Kraftwerkskanal zwischen Ashta I und Ashta II. Die komplexe geologische und hydrogeologische Situation erfordert insbesondere spezielle Maßnahmen zum Schutz gegen das Grundwasser und den stark schwankenden Flusswasserstand des Drin. Eine große Palette bei uns zwar üblichen, jedoch in Albanien weitestgehend unbekannte Spezialtiefbaumaßnahmen wie (Dicht-)Schlitzwände, Großbohrpfähle, Kleinbohrpfähle, Schmalwände, Baugrubenanker, verankerte Unterwasserbetonsohlen etc. kommen unter den bekannt schwierigen Randbedingungen des Bauens im Ausland zum Einsatz.

Baugrube Kraftwerk Ashta I
Baugrube Kraftwerk Ashta I
Baugrube Kraftwerk Ashta II
Baugrube Kraftwerk Ashta II

 

Zum Ausklang des interessanten Baustellentages lud die Firma Porr zu einem traditionellen albanischen Abendessen ein, welches uns kulinarische und musikalische Einblicke in die albanische Kultur gewährte. 

Die Zeit vor dem Rückflug nach Wien am Freitag stand ganz im Zeichen der Kultur und der Geschichte Albaniens. Unser Reiseleiter vermittelte uns einen tiefen Einblick in diese. Wir besichtigten die Kathedrale von Shkodra und anschließend die Rosafat Burg. Den Abschluss unserer Reise stellte eine Busrundfahrt durch die Innenstadt von Tirana dar, bevor es mit dem Flugzeug wieder zurück nach Österreich ging.

Exkursion DC Tower, Wien - 21.10.2010

Im Zuge der Fels- und Tunnelbauvorlesung fand am 21.10.2010 eine Exkursion zum DC Tower in Wien statt. Bei der Herstellung der Baugrube des in Zukunft höchsten Gebäudes Österreichs stellt besonders die Wasserhaltung eine Herausforderung dar. Während der Baustellenbegehung konnten zahlreiche Spezialtiefbauverfahren, u. a. die Herstellung von Schlitzwänden und von Schneckenortbetonpfählen sowie die Grundwasserhaltung beobachtet werden.

Exkursion City Tunnel Waidhofen/Ybbs - 18.10.2010

Im Zuge der Vorlesung Fels- und Tunnelbau wurde die Baustelle City Tunnel Waidhofen/Ybbs besucht. Nach zwei ausführlichen Präsentationen der geologischen und geotechnischen Situation, der verschiedenen Bauweisen und der bisherigen Bautätigkeit wurde der gesamte Tunnel mit einer Länge von rund 1,7 km abgeschritten. Bei der Begehung konnten die verschiedensten Tunnelbauweisen, Sicherungsmethoden und Innenausbauarbeiten besichtigt werden.